Sverre Kjelsberg + Mattis Haetta sangen für Norwegen am ESC 1980 und erreichten mit «Samiid Aednan» den 16. Platz

Sverre Kjelsberg + Mattis Haetta Samiid Aednan
Live-Auftritt Sverre Kjelsberg + Mattis Haetta
Final

Sverre Kjelsberg + Mattis Haetta sangen für Norwegen am ESC 1980 und erreichten mit «Samiid Aednan» den 16. Platz
10 Kommentare
g-star
Ich sag nur: Heho lole lole lo lole loa.
Hurra! Ich kann norwegisch.
Feanor
ich auch: soooomi ätnan 🙂
Dirkhawaii
Interessante Melodie….
bandido
Nicht nur der Sueden kann also Ethno, nein; auch der Hohe Norden. Eine tolle Nummer, wenn auch gewoehnungsbeduerftig. Aber das sind sie ja, diese Beitraege ,die wie das Salz fuer die Suppe sind, ohne die jeder Wettbewerb fad waere.
zuzzel
Ich bin begeistert von der Seite. Seit 30 Jahren singe ich Heho lole lole lo lole… ohne noch mehr von dem Lied zu kennen. Ich wusste nur noch, dass es von Norwegen war. Die Melodie hat sich bei mir damals beim Grand Prix eingeprägt. Sogar meine Kinder, die erst in den 90ern geboren sind, kennen und singen den Refrain. Jetzt kann ich endlich mal wieder das ganze Lied anhören. Internet sei Dank. Es ist einfach klasse.
Mr-Grandprix
Mir als halbem Norweger gefällt das natürlich und ich finde schon, das das Lied unterbewertet wurde. Aber vielleicht liegt seine Schwäche in der übertriebenen Prätention der politcal correctness einer Minderheit gegenüber.
voyage07
… ich erinnere mich … gefiel mir damals nicht … und nun erinnert es mich an die sechs omas aus russland, die in baku auftreten … is ganz nett …
Beobachter
Den ersten, beliebig wirkenden Teil weglassen und den zweiten Teil zum Gesamtlied ausbauen, dann hätte der Titel echtes Potential gehabt. So wirkt er doch schon reichlich disparat. Aber tatsächlich einer der ganz wenigen Titel, an die ich mich über die Jahrzehnte hinweg immer noch erinnert habe, ohne sie je wieder gehört zu haben.
Orson Wellness
putzig und kult.
pantarhei
Inhaltlich geht es hier um den sogenannten Alta-Konflikt, einer Serie von Protesten der Samen gegen ein geplantes (und letztlich auch gebautes) Wasserkraftwerk, das mitten in einem Rentier-Siedlungsgebiet lag und daher die wirtschlaftliche Grundlage vieler Samen gefährdete. Die sehr vehementen Proteste trafen das sonst sehr ruhige und ereignisarme Norwegen ziemlich unerwartet und gelten heutige als der Ausgangspunkt für das samische Streben nach Selbstbestimmung und politischer wie juristischer Gleichberechtigung. Da behaupte noch einer, der ESC sei unpolitisch – im Text heisst es ja noch ausdrücklich “Framførr tinget der dem satt”, also “Vor dem Parlament, wie sie sassen”, was weniger harmlos war als es klingt, denn dies ist eine direkte Anspielung auf einen Hungerstreik von Sami-Aktivisten im Jahr 1979.
Und dann kommt da ein Mann in Tracht auf die Bühne und joikt. Für die damaligen Jurys, die vermutlich weder über den Alta-Konflikt noch die samische Kultur im Allgemeinen irgendetwas wussten, muss dieser Beitrag extrem fremd gewirkt haben. Ich selber feiere ihn, denn genau wegen solcher Beiträge verzeihe ich den dem ESC auch den ganzen Schlagerkitsch und berechnenden Mainstream-Schrott und bleibe als Zuschauer erhalten.