Musikalisch spitze. Die Schmetterlinge waren da ihrer Zeit voraus. Das konnte nicht klappen. Doch von solchen Visionären lebt die Musikindustrie. – Haute Couture kauft auch nicht jeder.
Den Humor von Waterloo und Robinson versteht Jeder. Wenn es intellektueller wird, kann es für eine gute Platzierung eventuell nicht mehr reichen. Egal. Einer der besten Titel Oesterreichs jemals.
1975 veröffentlichten die ABBA ein Album mit dem Titel Abba, in dem der Song “Bang-A-Boomerang” enthalten war. Der Rest steht im Text der Schmetterlinge…
Bei allem Versuch kritisch,anklagend oder gewagt zu sein, ist es doch nur eine aufgeblasene Nullnummer,zu trashig um ernst genommen zu werden,zu unlustig um als Comedynummer wahr genommen zu werden.
Möchte das auch haben, was die eingeworfen oder geraucht haben! – Ne mal im Ernst: Die beabsichtigte Verhonepiepelung von Schlagern und deren Vermarktung ging voll daneben, denn sie wirkten ja wie aus einem Heim ausgerissen und das ganze ist so maßlos grotesk übertrieben, dass es einem brutal auf die Nerven geht.
Eine regelrechte Faust ins Auge des verknöcherten ESC: Die marxistisch geprägte Kunst- und Agitationstruppe Schmetterlinge (wer drei Stunden zur Verfügung hat, sollte sich mal die gesamte “Proletenpassiom” anhören) nutzte die grosse Showbühne zur Kritik an der Profitorientierung der Kulturindustrie, interessanterweise nach 1971 schon der zweite österreichische Beitrag zu jener Thematik. Perfomatotisch sind die Anleihen ans Brecht’sche Theater unübersehbar; dass diese Form der Bewusstseinsbildung bei den Jurys nicht verfing, verwundert inmitten von “Ding A-Dong” und “Diggi-Loo Diggi-Ley” aber kaum. Für mich hingegen der Höhepunkt des Jahrgangs und einer der ESC-Fixsterne, auch wenn die Schmetterlinge sich wohl dagegen gesträubt hätten…
13 Kommentare
Iliade
Musikalisch spitze. Die Schmetterlinge waren da ihrer Zeit voraus. Das konnte nicht klappen. Doch von solchen Visionären lebt die Musikindustrie. – Haute Couture kauft auch nicht jeder.
alpenmilch
gewagte darbietung.. aber noch witzig
Dirkhawaii
Für mich einer der besten österreichischen Beiträge! Passte in die Zeit!
Fisk
Den Humor von Waterloo und Robinson versteht Jeder. Wenn es intellektueller wird, kann es für eine gute Platzierung eventuell nicht mehr reichen. Egal. Einer der besten Titel Oesterreichs jemals.
Fisk
1975 veröffentlichten die ABBA ein Album mit dem Titel Abba, in dem der Song “Bang-A-Boomerang” enthalten war. Der Rest steht im Text der Schmetterlinge…
FloTse
Kann man wohl als Veräppelung des Siegertitels vom Jahr davor deuten. Man beachte ‘Ostbahn-Kurti’ in der Formation.
Markhor
Der Song hat was…
Euroman
Bei allem Versuch kritisch,anklagend oder gewagt zu sein, ist es doch nur eine aufgeblasene Nullnummer,zu trashig um ernst genommen zu werden,zu unlustig um als Comedynummer wahr genommen zu werden.
Lorenzo Di Corsica
Lustig!!!
Wulf
Das Verhohnepipeln mancher ESC-Darbietung kam leider nicht an.
songtim
irgendwie seltsam
bebidoll
Möchte das auch haben, was die eingeworfen oder geraucht haben! – Ne mal im Ernst: Die beabsichtigte Verhonepiepelung von Schlagern und deren Vermarktung ging voll daneben, denn sie wirkten ja wie aus einem Heim ausgerissen und das ganze ist so maßlos grotesk übertrieben, dass es einem brutal auf die Nerven geht.
pantarhei
Eine regelrechte Faust ins Auge des verknöcherten ESC: Die marxistisch geprägte Kunst- und Agitationstruppe Schmetterlinge (wer drei Stunden zur Verfügung hat, sollte sich mal die gesamte “Proletenpassiom” anhören) nutzte die grosse Showbühne zur Kritik an der Profitorientierung der Kulturindustrie, interessanterweise nach 1971 schon der zweite österreichische Beitrag zu jener Thematik. Perfomatotisch sind die Anleihen ans Brecht’sche Theater unübersehbar; dass diese Form der Bewusstseinsbildung bei den Jurys nicht verfing, verwundert inmitten von “Ding A-Dong” und “Diggi-Loo Diggi-Ley” aber kaum. Für mich hingegen der Höhepunkt des Jahrgangs und einer der ESC-Fixsterne, auch wenn die Schmetterlinge sich wohl dagegen gesträubt hätten…