Timo Kojo hat nach der Veranstaltung verlauten lasssen, er sei wohl auf dem falschen Festival gewesen. Diesbezüglich ist er ja in guter Gesellschaft mit anderen finnischen Vertretern; wir erinnern uns bestens an viele skurile ausgeuferte Beiträge aus diesem Land, aber dafür lieben wir sie ja auch. Was wäre die Eurovision ohne die Finnen.
Tja, ganz offensichtlich die andere Version von ‘Ein bisschen Frieden’ … mit einem Touch MEHR Melodie wären da vielleicht auch ein paar Punkte rausgesprungen … ich meine, Kojo und seine Kombo sehen ja eher aus wie die Blues Brothers mit Lou Gramm an den Vocals – und mangels ausreichender Finnischkenntnisse, ahnt man, ob der eher krause daher kommenden Musik, gr nicht wie gut und zeitkritisch der Text eigentlich ist!
Deshalb: 12 Punkte für den Text und max. 3 für den Song selber…
… Buchempfehlung: Tim Moore “Null Punkte” (erschienen 2007)
Nachforschungen, Hintergründe und Interviews mit ESC-Nullpunktler*innen aus den Jahren 1978-2005 – für ESC-Nerds ein MUSS, weil äußerst unterhaltsam!
Geschrieben wurde dieser Beitrag von Juice Leskinen, der oftmals als Begründer der finnischsprachigen Rockmusik genannt wird, und der Text beginnt gleich mit der denkwürdigen Zeile (sinngemäss und halbmaschinell übersetzt): “Wenn sie demnächst ihre Atomscheisse über Europa abwerfen…” Ästhetisch wie ideologisch könnte der Unterschied zum übrigens gar nicht so viel besseren Siegerbeitrag kaum grösser sein. Persönlich ist mir bezüglich der 82er-Beiträge die finnische Haltung zwar deutlich näher als die deutsche, dennoch ist der finnische Beitrag ein ziemliches Durcheinander aus verschiedenen Rhythmus- und Tempowechseln, und den Text versteht man ohne Online-Übersetzung (die es 1982 selbstverständlich nocht nicht gab) auch nicht…
10 Kommentare
Jonas
Letzter? 0 Punkte? Rockt doch !!!
Dirkhawaii
Ein weiterer Platz ganz hinten für Finnland. War auch nicht so besonders….
bandido
Timo Kojo hat nach der Veranstaltung verlauten lasssen, er sei wohl auf dem falschen Festival gewesen. Diesbezüglich ist er ja in guter Gesellschaft mit anderen finnischen Vertretern; wir erinnern uns bestens an viele skurile ausgeuferte Beiträge aus diesem Land, aber dafür lieben wir sie ja auch. Was wäre die Eurovision ohne die Finnen.
voyage07
… also für mich ist das kein wunder, wenn finnland mit solchen beiträge auf dem letzten platz landet …
Lorenzo Di Corsica
Super lustig! Noch lustiger ist die Parodie von Hape Kerkeling zu diesem “Meisterwerk”!!!!
joergi35
Autsch, das tut ja in den Ohren weh. Die 0 Punkte sind mehr als verständlich.
songtim
Gefällt mir besser als der dänische Beitrag, mal was anderes!!
ESC-Expertenwissenschaft
Dieser lustige Song aus Finnland bleibt genauso in Erinnerung wie der grandiose Siegertitel von Nicole.
LaneTvoje
Tja, ganz offensichtlich die andere Version von ‘Ein bisschen Frieden’ … mit einem Touch MEHR Melodie wären da vielleicht auch ein paar Punkte rausgesprungen … ich meine, Kojo und seine Kombo sehen ja eher aus wie die Blues Brothers mit Lou Gramm an den Vocals – und mangels ausreichender Finnischkenntnisse, ahnt man, ob der eher krause daher kommenden Musik, gr nicht wie gut und zeitkritisch der Text eigentlich ist!
Deshalb: 12 Punkte für den Text und max. 3 für den Song selber…
… Buchempfehlung: Tim Moore “Null Punkte” (erschienen 2007)
Nachforschungen, Hintergründe und Interviews mit ESC-Nullpunktler*innen aus den Jahren 1978-2005 – für ESC-Nerds ein MUSS, weil äußerst unterhaltsam!
pantarhei
Geschrieben wurde dieser Beitrag von Juice Leskinen, der oftmals als Begründer der finnischsprachigen Rockmusik genannt wird, und der Text beginnt gleich mit der denkwürdigen Zeile (sinngemäss und halbmaschinell übersetzt): “Wenn sie demnächst ihre Atomscheisse über Europa abwerfen…” Ästhetisch wie ideologisch könnte der Unterschied zum übrigens gar nicht so viel besseren Siegerbeitrag kaum grösser sein. Persönlich ist mir bezüglich der 82er-Beiträge die finnische Haltung zwar deutlich näher als die deutsche, dennoch ist der finnische Beitrag ein ziemliches Durcheinander aus verschiedenen Rhythmus- und Tempowechseln, und den Text versteht man ohne Online-Übersetzung (die es 1982 selbstverständlich nocht nicht gab) auch nicht…