Bevor die European Broadcasting Union (EBU) das Mindestalter für die Teilnahme beim Eurovision Song Contest auf 16 Jahre festlegte, traten immer wieder Kinder beim ESC auf.


1969 - Monaco

Gerade mal 11 Jahre jung war Jean Jacques als er im Jahr 1969 mit «Maman, Maman» für Monaco teilnahm. Der Jö-Effekt half wenig und der mütterliche Lobgesang landete nur auf dem 6. Platz.


1979 - Spanien

Betty Missiego schleppte im Jahr 1979 den Kinderchor Caramelos mit auf die Bühne. Die Rechnung wäre beinahe aufgegangen: 2. Platz für «Su cancion» mit den «lalala»-trällernden Kinder.


1985 - Dänemark

Das dänische Duo Hot Eyes hoffte mit der Unterstützung der 8-jährigen Lea auf viele Punkte. Doch das Engagement der Tochter einer Freundin der Interpreten brachte wenig, respektive «Sku‘ du sporg fra no’en» nur einen 11. Platz.


1986 - Belgien

1986 war es soweit: Ein Kind gewann den Eurovision Song Contest und sorgte für reichlich Zunder. Sandra Kim startete als jüngste Solistin der Eurovision seit Jean Jacques (1969) mit ihrer lebensbejahenden Disconummer «J’aime la vie». Sie besang sogar ihr Alter mit der Textzeile «Moi j’ai 15 ans et je te dis …». Später stellte sich heraus, dass sie in Wirklichkeit erst 13 war. Das Schweizer Fernsehen verlangte erfolglos die Disqualifizierung der Schwindlerin. Warum ihr Alter verschleiert wurde, blieb ungeklärt.


1988 - Deutschland

Im Jahr 1988 setzte Deutschland auf das Mutter-Tochter-Duett Maxi und Chris Garden. Maxi, die eigentlich Meike heisst, war 13 Jahre alt, als sie mit Mutti am Klavier «Ein Lied für einen Freund» klimperte. Weder Kinderbonus noch die Ralph-Siegel-Komposition halfen: Platz 14.


1989 - Frankreich

Frankreich entsendete im Jahr 1989 ein belgisches Mädchen mit Löwenmähne zur Eurovision. Genützt hats wenig: Die 12-jährige Nathalie Paque landete mit «J’ai volé la vie» nur auf dem achten Platz. Doch Paque war nicht der einzige Youngster in diesem Jahrgang:


1989 - Israel

Ziemlich nervös und gerade mal 12 Jahre jung war Gili Netanel, als er an der Seite von Galit Burg, als Gili und Galit die Pop-Ballade «Derech Ha’Melech» für Israel präsentierte. Gereicht hat es für einen 12. Platz und viel Erfolg in der Heimat. Ennet der Grenze vermochte die englische Version «Shine For Tomorrow» jedoch nicht zu überzeugen.